Neues von der TechEd in Barcelona

Die TechEd wird von SAP nun seit 20 Jahren veranstaltet, und es hat sich in dieser Zeit eine ganze Menge geändert. Sicherlich am offensichtlichsten: in Europa findet nun die letzte TechEd-Veranstaltung im Jahresverlauf statt: Amerika zuerst, dann Indien und zum Schluss Europa. Das hat seine Vorteile (die meisten Hands-on-Sessions laufen flüssiger, da sie schon vorher gereift sind), aber auch Nachteile (große Ankündigungen werden nun nicht mehr in Europa vorgenommen). Egal, in welcher Rangierung: Es ist jedes Mal ein großartiges Event:

  • Die Strategie (SAP-Strategie; Strategie in den einzelnen Produktsegmenten sowie auch in den einzelnen Produkten) wird ausführlich dargestellt und mit den Q&A-Sessions auch bei Bedarf ergänzend erläutert.
  • Das Networking: Es ist eine hervorragende Gelegenheit, um Menschen zu treffen, denen das Arbeiten am System liegt – sei es von SAP, den Partnern oder auch Kunden.
  • Hands-on-Sessions: Vieles, was auf PowerPoint zu einfach oder auch zu abstrakt scheint, wird durch die entsprechende Demo am System glaubhaft.

 
CubeServ war mit einem kleinen Team von sechs Leuten vor Ort, um den verschiedenen Themen optimal folgen zu können. Die Stimmung war in diesem Jahr von großem Realismus geprägt – die großen Visionen wurden in den letzten Jahren präsentiert. Nun geht es darum, die verschiedenen Möglichkeiten optimal zu nutzen und in Business Value umzusetzen.

Dies steht auch bei SAP im Fokus. Im Handelsblatt war von SAP-Seite zu lesen: »Wenn Firmen nicht investieren, gibt es dafür einen tieferen Grund. Oft verstehen sie die Vorteile des Produkts nicht, oder sie brauchen eine klare Strategie, wie sie von A nach B kommen. Letztlich müssen wir ihren Erfolg garantieren und an ihrer Seite sein.
Am Anfang haben wir mit einigen unserer Technologien zu viel Tempo gemacht und einige Kunden nicht mitgenommen. « Bill McDermott, CEO SAP SE, Handelsblatt 23.11.2016

Wenn ich die Themen Revue passieren lasse, die für uns die Highlights dieser TechEd dargestellt haben, so sind insbesondere die folgenden zu nennen:

  • Die Kombination von S/4HANA und Advanced Analytics
  • SAP BusinessObjects Cloud (SBOC)
  • Lumira 2.0
  • BW/4HANA
  • HANA native Entwicklung
  • Auf dem Weg zu S/4HANA - Activate
  • Planung
  • Predictive
  • WebAnalytics
  • PowerDesigner

 
Advanced Analytics ist für uns sehr viel mehr als eine Modewelle – das Thema wird die Transformation in den Unternehmen in den kommenden Jahren maßgeblich antreiben. SAP offeriert hier den Kunden sehr unterschiedliche Angebote: von Services, die direkt in die Applikation eingebunden sind, über Funktionen, die direkt in SAP HANA eingebaut werden, bis hin zu den verschiedenen analytischen Applikationen (sei es Lumira, Predictive Analytics, SAP BusinessObjects Cloud …). Es ist spürbar, dass bei SAP in diesem Thema eine Menge Bewegung steckt, die einzelnen Initiativen jedoch nicht einem übergeordneten Masterplan folgen und so jeder Kunde für sich eine optimale Strategie erarbeiten und dann auch umsetzen muss. Wir helfen dabei gern.

Die SAP BusinessObjects Cloud war auf der TechEd sehr prominent vertreten: Der Digital Boardroom wurde mit einem Megascreen präsentiert. Dank des interaktiven Ansatzes erhielt dieser auch beständig Aufmerksamkeit durch die Besucher. Obwohl in diesem Produkt das eine oder andere gewohnte Feature noch fehlt, fand das Gesamtprodukt bei vielen Teilnehmern großen Anklang. Der Ansatz, »ein Produkt für alle analytischen Bedürfnisse« zu sein, ist sehr gut angenommen worden, und es konnte live erlebt werden, welche Fortschritte schon heute damit möglich sind. Auch hier wurde der Faden zu den Predictive-Lösungen aufgenommen, da dies jetzt Teil der Lösung geworden ist.

Die Konvergenz der verschiedenen Frontend-Tools geht mit großen Schritten voran: Lumira 2.0 steht vor der Tür. In diesem neuen Tool werden Design Studio und das bisherige Lumira aufgehen. Damit Lumira 2.0 am Markt schnell eingesetzt werden kann und die alten Tools auch tatsächlich im Einsatz verdrängt werden, sollen bestehende Applikationen auch unter dem neuen Tool laufen und mit speziellen Konvertierungen in das neue Format gebracht werden können. Sicherlich das Highlight wird die Möglichkeit sein, zwischen dem Design Mode (heute bekannt als Design Studio) und dem Discovery Mode (heute Lumira 1.x) immer wieder wechseln zu können. Hiermit ist es möglich, die Applikation durch verschiedene Anwendergruppen weiterzuentwickeln.

Nachdem es in den letzten Jahren vereinzelte Stimmen gab, die mit dem technologischen Fortschritt (hier insbesondere SAP HANA) den Sinn eines eigenständigen Data Warehouse in Frage stellten, hat sich SAP hierzu schon sehr deutlich positioniert: Zum einen ist hier noch einmal das neue Produkt BW/4HANA zu nennen, mit dem SAP klarstellt, dass dieser Markt weiterhin gesehen und auch mit einem attraktiven Produkt adressiert wird. Zum anderen gibt es eine ganze Reihe von Anwendungsszenarien, die auf der direkten Modellierung in SAP HANA basieren. Neben der Fülle der verschiedenen Funktionen (so z.B. Text Mining, Spatial Analysen, Network-Erkennung etc.), die erst zum Teil ihren Weg in die Kundenanwendungen gefunden haben, war hier insbesondere auch die Guidance zum richtigen Einsatz dieser Funktionen ein wesentliches Thema.

Für das Thema Planung besuchten wir die Pre-Conference; an diesem halben Tag wurde sehr intensiv die Strategie und die Möglichkeiten der Planungsapplikation in S/4HANA beleuchtet. Neben den verschiedenen Technologien waren hier insbesondere die Themen agilere Planung und Reduzierung der Aufwände für die Erstellung von Planungsanwendungen wichtig.

Für uns war die TechEd 2016 in Barcelona ein voller Erfolg! Wir konnten jede Menge praktischer Tipps und Anregungen für unsere tägliche Arbeit mitnehmen. Sie hat uns auch nochmals in der Wichtigkeit der strategischen Themen bestärkt. Neben den vielen Innovationen in unseren Kernfeldern haben wir für uns mitgenommen, dass es richtig ist, in die Themen S/4HANA, SAP BusinessObjects Cloud und Predictive zu investieren.

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